Orientalischer Tanz

– intelligente Bewegung mit einem der ältesten Tänze der Welt –

Der Orientalische Tanz gilt als einer der ältesten bekannten Tänze. Seine Wurzeln sind nicht eindeutig zu bestimmen. Es wird vermutet, dass er ursprünglich rituellen Zwecken wie z.B. Fruchtbarkeitskulten diente. Die heute existierende und in unserer Kultur bekannte Darbietungsform ist relativ jung. Regionale Tanztraditionen des Orients wurden mit Elementen aus dem Ballett und Showtanz gemischt und entwickelten sich zu dem heutigen Bild des orientalischen Tanzes als Unterhaltungskunst, dem Raqs Sharqi.

Nähert man sich dem orientalischen Tanz von seiner bewegungstechnischen Seite, lassen sich viele Besonderheiten feststellen:

– orientalischer Tanz arbeitet mit drei verschiedenen Schwerpunkten. Der tiefe Schwerpunkt im Beckenboden führt dazu, dass die Hüftgelenke frei arbeiten können. Lockere Hüftbewegungen wie Pendel und Hüftdrop und die Zitterelemente, die Shimmies, entstehen hier. Der mittlere Schwerpunkt entlang der Vertikalachse ermöglicht präzise Bewegungen in Becken und Brustkorb. Hier ist der Ursprung der filigranen Isolationstechnik für Figuren wie Achten, Kreise und Spiralen. Der obere Schwerpunkt am Solar Plexus ermöglicht Bewegungen im Raum wie Arabesken und Drehungen.

– Orientalischer Tanz verläuft immer entlang der Körperachsen, ausgedrehte Gelenke existieren nicht. Der Vorfußimpuls aller ethnischen Tänze ist auch hier aktiv und öffnet den Körper für Impulse von Fuß zu Kopf. Die Gelenke bleiben offen und durchlässig für Bewegung.

– Alle Bewegungen sind eingebettet in das Schwerkraftfeld und organisieren sich darin.

Orientalischer Tanz wird empfohlen für die Durchblutung des Beckenbodens sowie für die allgemeine Beweglichkeit.